Seaside Festival Spiez

Zweite Ausgabe war ein Erfolg

26. August 2018

Erfolgreiche zweite Ausgabe des Seaside Festival

Ein erweitertes Festivalgelände mit dem Seaside Village und der Session Bühne, ein Wassertaxi, eine Kindertribüne, das Nachtschiff und eine besser integrierte Behindertentribüne: die zweite Ausgabe des Seaside Festival in Spiez wartete mit zahlreichen Neuerungen auf. Geblieben ist das bewährte Konzept mit den angesagten internationalen und nationalen Stars am Freitag und dem Classic Rock Day am Samstag. Mit jeweils 10'000 Besuchern pro Tag war das zweite Seaside Festival an beiden Tagen ausverkauft.

Nicht ganz mitgespielt hat das Wetter. Während es am Freitag noch vorwiegend trocken war, zeigte sich der Samstag von seiner nasskalten Seite. Doch der guten Stimmung im Publikum konnte dies nichts anhaben. Friedlich, entspannt und bestens gelaunt zeigten sich die Besucher. Dank der Geländeerweiterung hatte es trotz ausverkauften Tickets ausreichend Platz und manch lauschiges Plätzchen. Als Juwel entpuppte sich die neue Session Bühne auf der Sportwiese des Freibades. Grösstenteils akustisch und reduziert auf das Wesentliche traten hier Schweizer Nachwuchskünstler auf. Für magische Momente sorgten Tim Freitag, Tobey Lucas, Veronica Fusaro, Sonic Delusion, Wintershome oder Marius Bear.

Sichtlich wohl und bestens gelaunt präsentierte sich am Freitagabend Amy Macdonald. Wie sie nach dem Konzert auf Instagram schrieb, fühlte sie sich auch mit dem typisch schottischen Wetter heimisch. Heimisch fühlte sich auch Stefanie Heinzmann, die die ganze Familie aus dem nahen Wallis mitgebracht hatte. Seven entschied sich kurzerhand für einen Gastauftritt beim Konzert von Stefanie Heinzmann, bevor er danach mit seiner eigenen Band die Bühne betrat. Er legte mit einer fulminanten Show für Anastacia vor, welche die Vorlage aufnahm und ihrerseits das Publikum begeisterte. Das erste und letzte Konzert des Tages gehörten zwei weiteren Schweizer Künstlern. Kunz und Bligg, die mit ihren Mundartsongs das Publikum zum lautstarken Mitsingen animierten.

Ein weiterer grosser Schweizer Künstler machte den Auftakt am zweiten Festivaltag. Philipp Fankhauser begeisterte nicht nur mit seinem Blues, sondern auch mit seinem Big-Easy Iced-Tea, den er im Seaside Village an Mann und Frau brachte. Für nostalgische Momente sorgten The Dire Straits Experience, Uriah Heep, Gotthard unplugged und Supertramp’s Roger Hodgson. Und spätesten bei «Volare», dem letzten Song im Set von The Gipsy Kings feat. Nicolas Reyes und Ronnino Ballardo, sang das gesamten Publikum lautstark mit, tanzte und liess den Emotionen freien Lauf. DJ Don Grande liess das Festival in der Dock Bar mit den Perlen aus seiner Schallplattensammlung ausklingen.

Dem kulinarischen Genuss wird am Seaside Festival neben der Musik einen hohen Stellenwert beigemessen. Für die zweite Festivalausgabe konnte die Minigolf-Anlage in das Festivalgelände integriert werden und wurde so zum gemütlichen Seaside Village. Kleine Food-Trucks boten Spezialitäten wie beispielsweise Bastardo Hotdogs von «Frau Hund» oder «Homemade Pasta». Aufgrund der Erfahrungen aus dem letzten Jahr wurde heuer der Seequai für den Durchgang gesperrt und war somit Teil des Festivalgeländes. Damit Anwohner trotzdem von der einen auf die andere Seite kamen, hat das Festival extra ein Seetaxi organisiert. Dieses ist auf durchwegs positive Resonanz gestossen. Ebenfalls auf dem Seeweg traten an beiden Abenden je 200 Gäste ihre Heimfahrt mit dem ausverkauften Nachtschiff Richtung Thun an. Begleitet wurden sie dabei musikalisch von Nils Burri, der übrigens am Samstag auch am Campfire auf dem Festivalgelände das musikalische Feuer entzündete.